Der Einstieg gelingt über einen Auszug aus der Kinderrechtskonvention zum Recht auf Bildung. Im 18. Jh. gab es diese Grundvoraussetzung noch nicht. Die Schulpflicht war gerade erst im Entstehen. Vor- und Nachteile der Schulpflicht werden erarbeitet, an der Tafel in einer Tabelle gesammelt und diskutiert. Im nächsten Schritt wird anhand des Beispiels Moses Mendelssohn die Aufklärung im Judentum untersucht. Eine Sprechblase wird mit seiner Meinung zur Verwendung der deutschen Sprache ausgefüllt. Dabei wird die Bedeutung der Alltagssprache jiddisch und des Hebräischen als Sprache der Thora erkannt. Die Sprachen aufzugeben und Deutsch zu nutzen, würde das jüdische Erbe der Gemeinden antasten. Jüdische Kultur basiert auch auf der Sprache.
In einem weiteren Schritt wird der Unterricht in einer jüdischen Schule des 18. Jh. mit dem aktuellen Unterricht verglichen. Dazu wird ein Bild analysiert, auf dem in einem keinen Schulraum ohne Tische und Bänke viele Kinder untätig herumsitzen. Nur einer nach dem anderen wird vom Lehrer im Lesen geprüft. Mit der Einführung der Schulpflicht hinterfragt eine Quelle, inwiefern der deutsche Staat ein Recht hat, jüdische Schulen aufzulösen und die Kinder in eine staatliche Schule zu überführen. Vorteile und Nachteile werden diskutiert. Dazu ein Zeitungsartikel erstellt. In einem weiteren Schritt wird ein Stundenplan der Schule des 18. Jh. untersucht und mit heutigen Plänen verglichen. Dabei zeigt sich die Bedeutung der Thora und der Religion im Allgemeinen im Lehrplan. Eine Liste mit den dort nicht vorkommenden heutigen Unterrichtsfächern wird erstellt. Jedes Fach und dessen Bedeutung wird diskutiert. Es findet eine Abstimmung zur Aufnahme jedes Faches statt. So entsteht ein eigener Stundenplan. Das System der historischen Schule und das heute Bildungsideal werden dekonstruiert und hinterfragt.